Lichtergottesdienst in Burgwedel

Und Gott sprach: „Es werde Licht”

Mit diesem Satz hat Gott in der Schöpfungsgeschichte sein zweites Werk, nach Himmel und Erde, getan.

 

Licht ist, wie Feuer, eines der bedeutendsten Phänomene für alle Kulturen. Künstlich erzeugtes Licht aus Lampen ermöglicht dem Menschen heutzutage ein angenehmes und sicheres Leben auch in der Nacht und in dunklen Räumen, Höhlen oder Gebäuden. Technisch wird die Funktionsgruppe, die Licht erzeugt, als Lampe oder Leuchtmittel bezeichnet. Der Halter für die Lampe bildet mit dieser eine Leuchte. „Licht“ und „Leuchte“ werden auch als Symbole für Intelligenz verwendet. Ein Mangel an Intelligenz wird auch als „geistige Dunkelheit“ oder „geistige Umnachtung“ bezeichnet. 

Im Christentum steht das Licht in der Selbstbezeichnung Jesu Christi für die Erlösung des Menschen aus dem Dunkel der Gottesferne. 

Im Lichtergottesdienst am 25. Oktober hat der Bezirksälteste Andreas Filler davon gesprochen, dass man sein Licht nicht unter den Scheffel stellen soll.

Im Matthäus 5,14-16.: „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Scheffel ist dabei in der veralteten Bedeutung als „Gefäß“ zu verstehen.

In seiner Predigt ging der Bezirksälteste darauf ein, dass es verschiedene Arten von Scheffel gibt, mit denen der Mensch sein Licht also sein persönliches Können und Tun abschirmen kann.
Diese Scheffel können zum Beispiel Berechnung“ statt Liebe (zu Gott und zum Nächsten), das Streben nach Lohn anstatt nach Gnade, der Gedanke "das kann ich nicht", falsche Anspruchshaltung (Egoismus) oder der Vergergleich des eigenen handelns mit dem handeln anderer (gemein ist: "das tun die doch auch") sein.

Der Vorsteher nannte noch den Scheffel der Angst. Gemeint ist damit, aus Angst vor den eventuellen Folgen lieber etwas nicht zu tun und somit sein Licht nicht leuchten zu lassen. hh